Portrait

Die IGAR  wurde 2007 als Zusammenschluss aller Netzfischer (Berufsfischer) und Angelfischer am Altrhein und der benachbarten Fischereiverbände aus der Schweiz und dem Elsass gegründet.  Zweck des Vereins ist eine bessere und vor allem abgestimmte Vertretung der fischereilichen und gewässerökologischen Belange am Altrhein zwischen Märkt und Breisach. Per Ende 2012 sind die Berufsfischer aus der IGAR ausgetreten, um der Bildung der Pachtgemeinschaft für die Angelfischer freie Fahrt zu geben. Die Stadt Neuenburg mit ihrem alten Fischereirecht und der dort ansässige Angelverein sind ebenfalls nicht dabei.

Die IGAR hat die letzten Jahre insbesondere erfolgreich eingesetzt für:

  • Erhöhung der Wassermenge im Altrhein im Zuge der Neukonzessionierung des Kraftwerks Kembs
  • Hege- und Besatzmaßnahmen Altrhein-typischer Fischarten
  • Möglichkeit der Kormoran-Vergrämung
  • Ökologische Aufwertungsmaßnahmen im Altrhein und an Zuflussgewässern .

Mit der Pachtübernahme der gesamten Altrheinstrecke per 1. Januar 2014 von Märkt bis Breisach (ohne die Strecke Neuenburg, altes Fischereirecht) durch die IGAR als Pachtgemeinschaft aller bisheriger Altrheinpächter sollen die genannten fischereilichen und gewässerökologischen Belange des Altrheins noch deutlich besser und vor allem effizienter vorangebracht werden. Damit wird für die bisherigen Pächter eine Arbeitsentlastung erfolgen. Daneben hat eine „große“ Pachtgemeinschaft IGAR, die mit „einer Zunge“ die fischereilichen Interessen vertritt, bei der Verfolgung und Durchsetzung ihrer Anliegen und Forderungen deutlich mehr Einfluss und Gewicht.

Im Vordergrund der IGAR-Tätigkeiten stehen dabei der Aufbau und die Sicherung eines dem Gewässer angepassten Fischbestands. Nach einhelliger Meinung aller Pächter – bestätigt durch Fangstatistiken und behördliche  Befischungen – sind die Bestände vor allem der strömungsliebenden, Altrhein-typischen Arten wie Äsche und Forelle, aber auch anderer Arten,  „erschreckend“ niedrig. Hier will die IGAR-Pachtgemeinschaft sofort und mit erheblichen Mitteln Bestandsaufbau leisten. Bestandssicherung wird ebenfalls im Vordergrund stehen. Dazu sollen weitere gewässerökologische Maßnahmen wie Schaffung von Laichplätzen und Verbesserung des Anschlusses von Nebengewässern vorangebracht werden. Daß diese beiden maßgeblichen Ziele, aber auch die anderen, in der Satzung der IGAR genannten Aufgaben in einer „großen“ Pachtgemeinschaft  schneller und effizienter erreicht werden können, liegt auf der Hand.